Dritte Stolpersteinverlegung in Nauheim
am 11. November 2017
Hintergasse 13

Die dritte und letzte Verlegung von Stolpersteinen in Nauheim fand am 11. November 2017 statt. Vor dem Wohnhaus Hintergasse 13 wurden vier Solpersteine für Familie Ludwig und Auguste Strauss mit den Kindern Walter und Erna-Betty verlegt.

     Vorstandsmitglied vom Heimat- und Museumsverein Nauheim, Hans Joachim Brugger, führte durch das Programm und begrüßte zuerst die Gäste, darunter die Landtagsabgeordneten Sabine Bächle-Scholz und Kerstin Geis, Landrat Thomas Will, Bürgermeister Jan Fischer - die beiden letzteren richteten Grußworte an die Anwesenden - weiterhin Gemeindevertreter und Beigeordnete, die Pfarrer der beiden christlichen Kirchen Nauheims, Vertreter der Vereine, die Anwohner und Nauheimer Bürgerinnen und Bürger.

     Die Lebensläufe der damals hier wohnenden jüdischen Mitbürger trugen Jugendliche des Kinder- und Jugendparlamentes (KiJuPa) vor: Jan Kotthoff, Neo Kohrs, Felix Neumann und Laura Noske (Freiwilliges Soziales Jahr). Nach der Übergabe der Dank- und Erinnerungsurkunden an die Paten Ursula Ackley, Margot und Helmut Fischer, Franz Merzhäuser und Frank Schmitz für die Nauheimer Sozialdemokraten, sprach Ute Ansahl-Reissig das jüdische Gebet und es erklang ein Trompetensolo, gespielt von Hans-Dieter Schindel. Die Paten legten je eine orange Rose an den Stolpersteinen vor dem Haus Hintergasse 13 ab und verweilten zu einer kurzen Besinnung.

     Den Abschluss prägten das gemeinsame Gebet der Nauheimer christlichen Pfarrer Christof Mulach und Dr. Wolfgang Fenske sowie ein weiteres Trompetensolo von Dieter Schindel. — Am Ende der Zeremonie wurde dann zu einer Tasse Kaffee in das Historische Nauheimer Rathaus eingeladen.

      Die Stolpersteine verlegte der Stolperstein-Initiator Gunter Demnig höchst persönlich - aus terminlichen Gründen aber einige Stunden vor der eigentlichen Zeremonie. Das typische November-Wetter stellte an die Anwesenden eine gewisse Unerschrockenheit: es goss in einem fort und man muss den Teilnehmern für ihre Ausdauer ein hohes Lob aussprechen.




Im Vorfeld der Verlegezeremonie bereitete der Künstler Gunter Demnig die Verlegestelle vor, indem er das Verbundpflaster mit einer Trennscheibe aufschnitt, heraushebelte und innerhalb weniger Minuten die Stolpersteine einbetonierte




Über 60 Teilnehmer wohnten der Verlegeaktion bei, trotz strömenden Regens





Landrat Thomas Will hielt die Ansprache


Jan Kotthoff vom KiJuPa liest den Lebenslauf von Ludwig Strauss vor

Ute Ansahl-Reissig trägt das jüdische Gebet vor

Das Trompetensolo spielt Hans-Dieter Schindel vom Musikverein Nauheim 1950 e.V.  mehr


Neo Kohrs liest den Lebenslauf von Erna-Betty Strauss vor . . .

. . .  und Jennifer Winzer den von Walter Strauss


Das gemeinsame christliche Gebet sprechen die Pfarrer Dr. Wolfgang Fenske und Christof Mulach (re.)


Pate Franz Merzhäuser legt eine Rose an seinem Stolperstein nieder

Vier neu verlegte Stolpersteine der jüdischen Familie Strauss


Bürgermeister Jan Fischer (li.) sprach ein Grußwort. Hans Joachim Brugger organisierte und moderierte die Veranstaltung


Zu einem herbstlich dekorierten Kaffeetisch im historischen Rathaus wurde nach der Stolpersteinverlegung eingeladen.
Die Vorbereitungen trafen Monika und Peter Großmann und Ute Ansahl-Reissig






Frank Schmitz (Parteivors.), Laura Altmayer (Fraktionsvors.), Landrat Thomas Will, Kerstin Geis (MdL)

Reinigen der Stolpersteine
Reinigen der Stolpersteine

Hauptseite des Heimat- und Museumsvereins Nauheim       Erste Nauheimer Stolpersteinverlegung            Ehemalige jüdische Nauheimer Mitbürger      Lebensläufe der Familie Siegfried und Sophie Marx     

 

 






 

 

 

 

 

 

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