
Das "Marshallplan-Schild" wurde in der Scheune des Musikinstrumentenherstellers Karl Klier & Co. aufgestöbert und dem Museumsverein zur Verfügung gestellt. Es wurde an der Decke zur Musikinstrumentenausstellung platziert. Auch Nauheimer Musikinstrumentenhersteller kamen in den Genuss von Finanzmitteln aus dem Marshallplan.
Der Marshallplan (offiziell. European Recovery Program, ERP) war ein US-amerikanisches Wiederaufbauprogramm (1948–1952), das Europa nach dem Zweiten Weltkrieg mit rund 13 Milliarden Dollar (heute ca. 130 Mrd. $) stützte. Initiiert von Außenminister George C. Marshall, förderte es den wirtschaftlichen Wiederaufbau, stabilisierte Westeuropa, band es an die USA und verhinderte die Ausbreitung des Kommunismus.
Die amerikanische Hausbaufirma Kaufman and Broad GmbH bewarb das heutige Wohngebiet "Im Teich" in den 1970er Jahren mit dem wohlklingenden Namen "Residenz Grafenforst" und hatte im Angebot 10 Haustypen - Reihenhäuser, Doppelhäuser und freistehnde Häuser - mit vollerschlossenen Grundstücken und einem einheitlichen Design in einer Preisspanne von 167.500 bis 265.500 DM. Nachteilig war, dass das Baugebiet von hohen Grundwasserständen geprägt war und die Häuser ohne Wanne gebaut wurden. Um die Vernässungsproblematik zu umgehen, wurde 2003 eine Brunnengalerie errichtet, welche die Grundwasserstande auf ein Niveau von ca. einem Meter unter Kellerbodenhöhe hält.
Die "Rathausstraße" war die Nachfolgebenennung der umgangsprachlich genannten Straße "Am Römer". Nach dem Tode des beliebten Nauheimer Bürgermeisters Heinrich Kaul IV. (* 17.8.1888 † 1965) wurde der Platz vor dem Historischen Rathaus in "Heinrich-Kaul-Platz" umbenannt. Herr Kaul wohnte mit seiner Familie im Haus Nr. 9 mehr
Nachbildung des Arbeitsplatzes des Nauheimer Geigenbogenbauer-Meisters Klaus Ringer (1944 - 2020) in der Schillerstraße 25 mit seinem Ausblick in den Garten.Ehemalige Werkbank der Geigen-Bogenmachermeisterin Maria Ringer, Ehefrau von Rudolf Ringer. Gemeinsam arbeitete sie in der Werkstatt der Gebrüder Rudolf und Klaus Ringer.
Die Werkbank steht nun an einer Wand im Heimatmuseum Nauheim, an der ein Plakat befestigt ist.
Darauf ist der originale Ausblick aus dem Fenster der damaligen Werkstatt in der Schillerstraße zu sehen, den die Handwerker täglich bei ihrer Arbeit vor Augen hatten.
Die Werkbank ist eine Leihgabe an das Heimatmuseum der Familie Ringer.