Im Nauheimer Heimatmuseum ist eine Ausstellung in Dioramen zu sehen. Diorama (Plural: Dioramen) bedeutet soviel wie ‚hindurchsehen, durchschauen‘. Man bezeichnet damit Schaukästen, in denen Szenen mit Modellfiguren und -landschaften vor einem bemalten Hintergrund dargestellt werden. Beliebte Darstellungen sind zum Beispiel historische Szenen, oft aus der Militärgeschichte. Die Ausstellung wird von den “Kurpfälzer Figurenfreunden”unter Beteiligung von Alfred und Roland Umhey (Lampertheim) gestaltet. Es werden Figuren in unterschiedlichen Maßstäben und Materialien und aus verschiedene Zeitepochen, angefangen von den Römern, über Mittelalter, Völkerwanderung, 30 jährigen Krieg bis zum Ende des 2. Weltkrieges dargestellt. Aber nicht nur militärische Figuren in Dioramen sind zu sehen, sondern auch zivile Figuren. Die Gebrüder Umhey haben aus ihrem riesigen Fundus für die Nauheimer Ausstellung, die auch an den folgenden Sonntagen im Zweiwochen-Rhythmus zu sehen ist, Figuren und Landschaften zur Verfügung gestellt und aufgebaut. Themen sind, die Nauheim berühren oder an denen auch Nauheimer beteiligt waren. So äußern sich bekannte Nauheimer Persönlichkeiten schriftlich zu den einzelnen geschichtlichen Epochen.  Wilhelm Kuhlmann z.B. zu seinen Funden aus römischer Zeit auf seinem Aussiedlerhof. Die „alten" Römer haben sich bekanntlich in der hiesigen Gegend über 200 Jahre aufgehalten und kriegerische Handlungen begangen. In der Nauheimer Gemarkung „Herrnwiese“ befand sich ein Militärlager. An der heutigen Berzallee waren Zeugnisse der Römer nachweisbar, die ebenfalls zu sehen sein werden. Sie wurden eigens zu dieser Ausstellung aus dem Fundus des Groß-Gerauer Stadtmuseums dem Nauheimer Heimatmuseum zurückgegeben. Im 30jährigen Krieg wurden unter Peter Ernst Graf von Mansfeld (1580-1626) wurden Greueltaten in Nauheim verübt. Darüber berichtet Apollonia Weicker (1585-1636) aus Nauheim. Oder Jakob Dammel (* 1879). Er war als Freiwilliger beim sog "Boxeraufstand" in China eingesetzt und schildert seine Erlebnisse. Weiteren Zeitzeugen wurden Zeitzeugenberichte "in den Mund" gelegt und geben somit der Ausstellung eine persönliche Note.

Herr Ohl, ehrenamtlicher Stadtrat der Stadt Lampertheim, war als Vertreter der “Kurpfälzer Figurenfreunde" bei der Eröffnung anwesend und gab Hintergrundwissen zu den Urhebern dieser Exponate preis.

Videoclip von MrLebis

Letzter Öffnungstermin dieser Ausstellung 16.12.2018, von 14 - 16 Uhr.


Besucher - vertieft in die Exponate




Soldaten-Zinnfiguren aus verschiedenen Epochen



















 

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