Motto zum Tag des offenen Denkmals®

NetzWERKE: Denkmale & Infrastruktur

Besichtigung und Führung zu den ehemaligen Gaststätten vor 1945 in Nauheim

1993 wurde erstmals der Tag des offenen Denkmals ins Leben gerufen und bundesweit öffneten schon zum Start 3.500 Denkmale. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz erschuf so ein besonderes Netzwerk an Denkmalengagierten bundesweit, das bis heute jährlich wächst und sich weiterentwickelt. Seit 1999 steht das größte Kulturevent Deutschlands unter einem jährlich wechselnden Motto. Diese Leitthemen dienen den Veranstaltern als Impulse und Denkanstöße für ihre Events zum Tag des offenen Denkmals.

Motto 2026: NetzWERKE: Denkmale & Infrastruktur.

Wir alle werden von Netzwerken getragen: Ob familiär, im Freundeskreis, in Vereinen, Kirchen oder beruflich – wir existieren nie allein, sondern leben in Verbindung mit anderen, die unser persönliches Netzwerk bilden. Aus diesen persönlichen Netzwerken entsteht die Gesellschaft, in der wir leben und arbeiten. Sie ist das Netzwerk, in dem wir uns im Land bewegen, in dem wir Waren und Dienstleistungen, vor allem aber Gedanken und Ideen austauschen, um unser Dasein zu sichern und zu entwickeln. All diese Netzwerke formen und stützen unsere Identität – individuell und kollektiv.

Netzwerke benötigen Infrastruktur – sonst wären sie nicht vernetzt. Knotenpunkte und ihre Verbindungen bilden diese Infrastruktur. Gebaut in Stein, Beton oder Metall haben Menschen diese Infrastruktur entstehen und wachsen lassen – das macht sie zu Denkmalen, die unsere täglichen Wege seit jeher mitbestimmen. Historische Konstruktionen, die nicht nur ihren ideellen Zweck erfüllen, uns Identität und außergewöhnliche Ästhetik schenken, sondern teils auch aus praktischen Gründen gepflegt und erhalten werden sollten. Am Tag des offenen Denkmals 2026 wollen wir mit Ihnen gemeinsam zeigen, wie Ihre Denkmale unsere Netzwerke tragen.

Das Motto „NetzWERKE: Denkmale & Infrastruktur“ lässt sich sehr gut mit einer Führung unter dem Titel „Orte der Geselligkeit – Nauheimer Gaststätten bis 1945“ verbinden, indem Gaststätten als soziale, wirtschaftliche und verkehrliche Knotenpunkte verstanden werden.

Gasthäuser waren weit mehr als Orte zum Essen und Trinken. Sie bildeten wichtige Netzwerke des gesellschaftlichen Lebens: Hier trafen sich Vereine, Reisende, Handwerker, Musiker und politische Gruppen. Die Entwicklung der Nauheimer Gaststätten stand zudem eng mit der örtlichen Infrastruktur in Verbindung – von Straßen und Fuhrwegen über die Eisenbahn.






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